FIFA-Verfahren gegen Argentinien: was jetzt auf den Verband zukommt

Updated Juli 2026
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Die FIFA hat ein Disziplinarverfahren gegen den argentinischen Verband (AFA) eingeleitet. Auslöser sind die Szenen unmittelbar nach dem WM-Finale 2026 in East Rutherford, in denen Leandro Paredes Eric García am Hals packte und Gavi zu Boden riss, gefolgt von einer Massenkonfrontation beider Mannschaften. Die englische Zeitung The Times berichtet zudem über mögliche weitere Vorwürfe gegen Teile des argentinischen Betreuerstabs. Die DE-Prominenz reagiert scharf: Lothar Matthäus und Dietmar Hamann fordern harte Strafen. Stand: 20.07.2026.

Zwei Fußballspieler in einer hitzigen Konfrontation auf dem Rasen, Schiedsrichter und Mitspieler greifen ein
Sekunden nach dem Schlusspfiff: Paredes und García – die Szene, die das Disziplinarverfahren auslöste.

Was bisher feststeht

Disziplinarverfahren Eingeleitet durch die FIFA am 20.07.
Beschuldigte Spieler Leandro Paredes (AFA), weitere Identifizierung läuft
Konkretes Vergehen Hals-Griff gegen Eric García, Körperverletzung an Gavi
Mögliche Sanktionen Geldstrafe, Spiel Sperre, Teilausschluss
DFB-Reaktion bisher keine offizielle Stellungnahme
Die Sequenz der Szenen
Zeitpunkt Ereignis
90.+3 Enzo Fernández (Argentinien) sieht Gelb-Rot – rücksichtsloses Foul an Cubarsí (das eigentliche Foul, das den K.-o.-Einsatz begründet)
90.+5 Argentinien in Unterzahl, 0:0
90.+6 Trainer-Stoß von Daniel Ayala (Co-Trainer Argentinien) gegen Dani Olmo (Spanien) – bislang nur aus einer Quelle belegt, von der FIFA noch nicht offiziell bestätigt
120.+1 Schlusspfiff, Spanien ist Weltmeister
120.+2 Molina konfrontiert Rodri, Eric García geht dazwischen
120.+3 Leandro Paredes packt Eric García am Hals und wirft Gavi zu Boden
120.+4 Spanische Spieler gehen dazwischen, Rudelbildung
120.+6 Argentinische Spieler wenden sich bei der Siegerehrung ab – kein Ehrenspalier
Was die FIFA prüft
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Disziplinarverfahren
Offiziell eröffnet am 20.07. wegen „unsportlichen Verhaltens“ und „Verletzung der Fair-Play-Grundsätze“ (Paragraf 13 + 14 des FIFA-Disziplinarreglements).
Vorwürfe gegen Paredes
Hals-Griff, Körperverletzung an Gavi – wahrscheinliche Sperre von 4–6 Spielen.
Vorwürfe gegen Co-Trainer
Ayala-Olmo-Vorfall – sofern bestätigt – kann zu einer Sperre des Betreuers und einer Geldstrafe gegen den Verband führen.
Siegerehrungs-Verhalten
Nicht-Ehrenspalier ist kein Regelverstoß, aber für die FIFA ein „Imageschaden“, der in der Strafe berücksichtigt werden kann.
Reaktionen aus Deutschland
„Paredes hat zwei oder drei heftige Schläge ins Gesicht gelandet. Er ist auf sie losgegangen.“ (Original: „Paredes landed two or three heavy blows to the face. He went at them.“) — Alan Shearer (BBC-Experte)
Lothar Matthäus rechnet in seiner Sky-Kolumne mit der argentinischen Mannschaft ab: „Was sich nach dem Schlusspfiff abgespielt hat, war eine Schande für den Fußball. Wenn die FIFA hier nicht hart durchgreift, verliert das Turnier jede Glaubwürdigkeit.“
Dietmar Hamann fordert im Sport1-Interview eine „drastische Strafe“: „Die FIFA muss ein Exempel statuieren. Solche Szenen gehören nicht auf einen Fußballplatz.“
Was die DE-Wettbasis daraus mitnimmt
Die Vorfälle werden kurzfristig keine Auswirkungen auf die Qualifikations- oder Freundschaftsspiel-Märkte haben – Argentinien spielt erst im September wieder, dann gegen Venezuela und Bolivien in der WM-Qualifikation. Mittel- bis langfristig aber:
  • Sperren für Paredes und mögliche weitere Spieler wirken sich auf Vereinsfußball-Märkte aus (Klub-WM, Copa Libertadores 2027).
  • Trainer-Sperren (Scaloni ist nicht betroffen, aber Ayala möglicherweise) wirken auf den nächsten AFA-Zyklus.
  • AFA-Geldstrafen sind für den Verband peinlich, aber finanziell tragbar.
Mögliche Konsequenzen
Sanktion Wahrscheinlichkeit Auswirkung
Geldstrafe AFA sehr hoch Imageschaden
Sperre Paredes (4–6 Spiele) hoch Verpasst Start der argentinischen WM-Quali und Vereinsfußball-Saison 2026/27
Sperre weiterer Spieler mittel abhängig von FIFA-Beweislage
Teilausschluss am nächsten Großturnier niedrig nur bei Wiederholung
Spiel-Ausschluss der Mannschaft sehr niedrig nur bei gravierenden neuen Vorfällen
::: warning-callout Wetten ab 18 Jahren. Die genannten möglichen Sanktionen sind Schätzungen auf Basis bisheriger FIFA-Urteile (z. B. Suárez 2014, vier Monate Sperre). Glücksspiel kann süchtig machen – spiel verantwortungsvoll. Mehr in unserem Ratgeber zu verantwortungsvollem Spielen.

Wettmärkte – was passiert mit Argentinien?

  • Argentinien-WM-2030-Sieg: vor den Vorfällen 8,50–9,00, danach kein Markteinbruch – die Vorfälle betreffen den sportlichen Wert nicht direkt.
  • Scaloni als Trainer zur WM 2030: Wettmärkte notieren weiter bei 1,40 (Bleibt).
  • FIFA-Image-Wert: kein direkter Markt – aber Sponsor-Druck wird laut, insbesondere von Coca-Cola und Visa.

Weiterführend: Finale-Recap Spanien – Argentinien · Argentinien WM 2026 · WM-Quoten · Verantwortungsvolles Spielen

Datenstand: 20.07.2026. Quellen: Sport1, Sport Bild, The Times, Sky Sport (Matthäus-Kolumne), Goal.com, BBC (Shearer), Wikipedia/FIFA-Report. Der Ayala-Olmo-Vorfall ist bislang nur aus einer einzelnen Quelle belegt und von der FIFA bisher nicht offiziell bestätigt. Wettsteuer 5,3 %. MESZ = ET +6 Stunden.